ADS/ADHS

Dieses Info-Blatt ist als eine erste Information für Eltern, Erzieher, Lehrer und Interessierte gedacht, um ihnen den Umgang mit Kindern, die das ADS-Syndrom zeigen zu erleichtern und um damit auch den Kindern zu helfen.

Was ist ADS bzw. HKS?

Diese beiden Abkürzungen stehen für Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom und Hyperkinetisches-Syndrom, die sowohl einzeln, als auch in Kombination auftreten können. Hierbei handelt es sich kurz gesagt um Kinder, die schon in ihrer früheren Kindheit durch extreme Unruhe und/oder Aufmerksamkeitsprobleme auffallen. Im Vergleich der Geschlechter lassen sich unter den unruhigen Kindern mehr Jungen finden, während Mädchen eher mit Tagträumen abwesend sind. Die Ursachen sind vielfältig und nicht eindeutig belegbar. Es können sowohl erbliche als auch allergische, psycho-soziale oder hirnorganische Faktoren eine Rolle spielen. Das Kind trägt hierbei keine Schuld, sondern nur eine erhebliche Belastung mit sich.

Was ist zu tun?

  • ruhige Atmosphäre, Anweisungen klar und ohne zu viele Worte
  • Klares Regelwerk, um das Kind bei seiner zunehmenden Selbständigkeit zu unterstützen, wobei auch Konsequenzen zu klären sind. Diese müssen eingehalten werden.
  • übereinstimmendes Verhalten bei Erziehern und Eltern
  • fester, geregelter Tagesablauf, klare Strukturen
  • kurze, überschaubare Lern- und Arbeitsphasen, möglichst wenig Reizüberflutung (wenig: TV, Spielsachen, Störreize)
  • schaffen von Erfolgen, Außensteuerung und Fremdkontrolle wird oft als Hilfe empfunden
  • positive, emotionale Annahme, kein Sarkasmus, Spott oder Zorn von Seiten der Erwachsenen
  • Bereitstellung eines Auszeit-Ortes, wo sich das Kind zurückziehen kann, wenn es sich nicht unter Kontrolle hat.

Speziell für die Schule:

  • viel Veranschaulichung, sowie Systematik und strukturierter Unterrichtsablauf
  • fester Sitzplatz, der dem Kind Vertauen schafft – Ruhige Kinder daneben können positive Modelle bieten -Sitzplatz allein oder in der Nähe des Lehrers ist ebenfalls sinnvoll
  • häufiger Blickkontakt hilft bei der Aufmerksamkeit im Gespräch
  • häufige Rückmeldungen (nonverbal oder verbal) über das Verhalten
  • Vereinbarte Zeichen zeigen eine Auszeit an (gelbe/rote Karte usw.) – Ein Platz zur Auszeit muss klar vereinbart sein – Diese beträgt ca. 2 Minuten
  • kleine Helferaufgaben gegen Langeweile und unnötige Aktivität
  • liebevolle emotionale Annahme des Schülers, jedoch mit deutlicher und konsequenter Führung, damit er sicherer und selbstbewusster werden kann

Bücher

  • E. Aust-Claus und P.M. Hammer: “Das ADS-Buch”, Oberstebrink Verlag, 1999
  • D. Krowatschek: “Ãœberaktive Kinder im Unterricht”, Borgmann Verlag 1996
  • D. Krowatschek u.a.: “Das ADS_Trainigsbuch”, AOL-Verlag

Adressen

  • AdS e.V. Elterninitiative zur Förderung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (Link auf externe Seite)
  • Bundesverband der Elterninitiativen zur Förderung hyperaktiver Kinder e.V. (Link auf externe Seite)
  • Juvemus, Verein zur Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen e.V.(Link auf externe Seite)

Dieses Informationsblatt erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Für Ergänzungen sind wir dankbar.
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